1. Die Institution
Die Federazione UNITRE Svizzera ist ein am 17. April 2010 gegründeten Dachverband, welche die UNITRE Standorte in der Schweiz vertretet und u. a. die Zusammenarbeit zwischen den Standorten fördert und Dienstleistungen anbietet. Organisatorisch ist die Federazione UNITRE Svizzera ein ehrenamtlicher Verein im Sinne des Art. 60 ZGB, der keine Erwerbszwecke verfolgt.
Die UNITRE ist das italienische Konzept einer Volkshochschule mit internationaler Tragweite: Standardsprache ist italienisch, Dozenten (aus unterschiedlichen Berufsbereichen und Nationalitäten) und Vorstandsmitglieder geben ihr Wissen und ihre Kompetenzen unentgeltlich weiter in der Überzeugung, dass die Kultur ein Erbe der Menschheit ist und deswegen allen zugänglich gemacht werden soll/muss. Das Konzept basiert auf dem Modell der Universitas des Mittelalters: Die Studenten bildeten das Haupt der Organisation, die Dozenten leisteten ihr Werk unentgeltlich, weil sie das Wissen als Gabe betrachteten.
Der erste UNITRE Standort wurde am 19. März 2005 in Luzern gegründet und ist somit weltweit die erste Volkshochschule in italienischer Sprache ausserhalb eines italienisch sprechenden Raumes und ausserhalb Italiens. Die UNTRE entspricht dem Wunsch und dem Bedürfnis v. a. der italienischen Bevölkerung nach kulturellem Wachstum und Sozialisation sowie auch nach Integration. Im Vordergrund steht die Förderung des Dialogs und der Begegnung zwischen der Nationen und Generationen.
Das Logo umfasst die Philosophie zusammen: Neben dem U erscheint unten an der rechten Seite der Buchstaben E mit der oben aufgeführten römischen Ziffer III. Dies steht für:
Universalità (Universalität), Umanità (Menschheit), Umiltà (Demut)
Unione delle Tre Età (Union der drei Altersstufen)
Der Akzent ist nicht auf das Alter, sondern auf Menschen aller Altersstufen gesetzt, weil die kulturellen und sozialen Anreize den Menschen während des ganze Leben begleiten werden.
Die UNITRE Svizzera ist:
- Eine freie und autonome Institution, welche auf die Universalität der Kultur ausgerichtet ist. Es können diejenigen ab den 18. Lebensjahr beitreten, die deren Prinzipien teilen, wobei Ethnie, Religion, Nationalität, soziale Zustände und politische Überzeugungen nicht beachtet werden.
- Eine interkulturelle Institution für die Weiterbildung, weil sie die Ausbreitung der Kultur unter den Völkern unterschiedlicher Abstammung fördert.
- Eine humanitäre Institution, weil sie sich auf humanitären Prinzipien stützt und weil sie durch Bildung, Kultur und Sozialisation eine gesunde Entwicklung sowie eine konstruktive Beziehung zwischen den Generationen und den Völkern fördert, um auf diesem Weg auch den Gesundheitszustand und die Lebensqualität zu verbessern.
- Eine Akademie der Kultur, weil sie ein breites Programm anbietet. Verschiedene Bereiche des Wissens werden von Dozenten durch Kurse, Vorträge, Ateliers, Seminare und Vortragsreihen angeboten.
- Eine Akademie der Menschheit, weil sie den Austausch fördert. Initiativen von sozialem und erholendem Charakters wie Ausstellungen, Ausflüge, Aufführungen und Reisen, welche den didaktischen Teil ergänzen, werden von Studenten/innen organisiert.
2. Das Projekt













